Samstag, 27. Juni 2009

Da ging's drunter und dröbber...

Für verrückt muss man uns halten... Da stehen 3 Azubis und ein Grafiker gaaanz früh am Samstag (ich will es nur noch einmal wiederholen: Am SAMSTAG) auf um pünktlich auf Arbeit zu sein... Nunja, wir wissen schließlich, wieso wir das machen. Und nach dem gemeinsamen leckeren Schweineohren-Frühstück (mit 9 Schweineohren an der Zahl) wissen wir die Samstag-Arbeit auch zu schätzen. Mal ganz unter uns gesagt: wir freunden uns mit dem Gedanken an, Samstag zu arbeiten und einen Tag in der Woche frei zu haben - aber das können wir der armen Franka wahrscheinlich nicht antun :)

(unser reichlich gedeckter Frühstückstisch)

1 Stunde später: Die ersten Ideen sind ausgebrütet... Sieht ganz gut aus -- wir sind auf dem richtigen Weg. Zwar etwas überdreht -der Kaffee und ein Energydrink der angeblich Flügel verleiht entfalten gerade ihre volle Wirkung- aber auf jeden Fall kreativ. Alles erfolgt nach dem gleichen Muster: ansehen, was nicht gefällt sofort verwerfen und dann Verbesserungsvorschläge bringen... Und da ist es das erste Mal passiert...

Willkommen zu dem ersten Teil von:
LAURENT LERNT OSTDEUTSCH
Ein bisschen komisch hat er uns schon angesehen, als wir beim Betrachten eines Entwurfes von "geknietschter" Schrift gesprochen haben... Nun, wie erklärt man denn bitte, was geknietscht ist??? Nun, irgendwie haben wir es hinbekommen.

Zurück zum Thema: inzwischen ist es 12 Uhr und unser Magen gibt uns langsam, aber nur seeeehr langsam Hungersignale - was solls... Jetzt haben wir keine Zeit zum Essen und beschließen uns die Pizza erst gegen halb 2 kommen zu lassen (owei, die zweite Pizza in dieser Woche) . Wir genießen sie im schönen sonnigen Hinterhof vom UNISON-Haus... Die Pause haben wir uns aber auch echt verdient...


Dann aber nichts wie an die Arbeit. Es wollen schließlich am Ende des Tages wenigstens 15 Seiten inklusive Visitenkarte gedruckt sein :)
Also geht das kreative Chaos weiter... und siehe da: einige Minuten später hören wir jemanden die Treppe raufgehen. Wer ist es? Die Kerstin mit lecker Donuts und Blätterteigtaschen im Gepaäck. Ja, alle die am Samstag nicht dagewesen sind werden sich sicher jetzt die Finger lecken, denn Kerstins Blätterteigtaschen sind unübertroffen... So, genug Werbung gemacht.

Natürlich müssen wir die Chance jetzt nutzen für ein ausführliches Briefing... Und wie man doch beim arbeiten die Zeit vergessen kann... Wieder hören wir jemanden die Treppe raufkommen... Es ist Kerstins Tochter, die unten schon seit einiger Zeit im Auto gewartet hat. Upps... Ab jetzt müssen wir wieder allein klarkommen - kein Problem für so ein Spitzenteam wie uns :)


Und dann sagte er es wieder: In den paar Wochen in denen wir jetzt im neuen Team zusammenarbeiten ist bei Laurent ein kleines Rudiment des Wuppertaler Dialektes aufgefallen und seit dem müssen wir immer wieder lachen, wenn wir es hören... Während wir sagen würden, "dass muss da drüber" oder wie der Mansfelder sagen würde: "das muss droff", sagt Lautent "das muss da dröbber"
Leider kam dieser Satz so oft hintereinander, dass wir uns vor Lachen kaum noch eingekriegt haben... Doch irgendwie ging es dann (wie gesagt: der Energy-Drink hatte uns schon ein wenig Flügel verliehen).

Und schon ereilte uns ein zweiter Besuch - man könnte fast denken, wir werden kontrolliert???- Da konnten wir uns einen kleinen Spaß natürlich nicht verkneifen. Die Geschichte, dass wir mit den Vitra-Stühlen ein Wettrennen auf dem UNISON-Parkett veranstaltet haben, hat uns Diana sogar fast abgekauft, aber als ihre Augen dann immer größer wurde und ihr ein schnelles "Wisst ihr wie teuer die sind" entwischt ist, hat uns schon unser Lachen verraten :)
Die Versuchung war einfach so groß :)

Doch umso besser ging die kreative Arbeit voran. Um 19 Uhr war alles fertig, jede Idee ausgearbeitet, aufbereitet, Papier ausgesucht und natürlich: die Visitenkarte fertig produziert. Mit ein bisschen Stolz muss man schon sagen, dass die der echte Knaller geworden ist. Was jetzt bleibt ist nur noch das Zusammenbauen des Flyers und das Hoffen auf Design-Verständnis beim Kunden...

(auch Ulli schon völlig Banane)

Es ist jetzt 19.30 Uhr und irgendwie sind wir langsam nurnoch Banane im Kopf... Aber es war ein gelungener Tag, vollgepackt mit kreativen Ideen, und unermüdlichem Drang die Präsentation am Dienstag zu rocken :)

Teil II von:
LAURENT LERNT OSTDEUTSCH:
Nach getaner Arbeit beschlossen wir Laurent das Ostdeustch etwas näher zu bringen und bombardierten ihn mit Elsterglanz-Videos und anderen sprachlichen Kuriositäten. Wir wissen zwar nicht, ob er uns jetzt besser versteht, aber was nicht ist kann ja noch werden :)

AUF EIN NEUES!!!!

Dienstag, 23. Juni 2009

Spielzeugfabrik

11.30 Uhr im UNISON-Haus: entsetze Gesichter, ein Seufzen geht durch die Reihen, 5 Grafiker (-anwärterinnen) sitzen mit großen Augen am großen Konferenztisch und trauen ihren Ohren nicht. Was? Am Dienstag ist schon Präsentation? Das heißt uns bleiben noch genau 5 Tage. 5 Tage um eine Image-Broschüre aus dem Boden zu stampfen - aber nicht irgendeine. Da muss schon was besonderes her, schließlich sammeln wir fleißig Material für unser Portfolio :)


Und so ganz überraschend kommt das jetzt auch nicht. Immerhin wissen wir davon schon seit 2 Monaten. Beeindruckend, wie schnell 2 Monate verfliegen können, wenn man immer wieder an kreativen Ideen tüftelt, sich ganz nebenbei noch mit den kleinen Gemeinheiten der Druckdatenaufbereitung rumschlagen muss und dabei nicht vergessen darf auch noch für die Schule zu lernen. Überforderung? Nein, nur eine Herausforderung.
Gut. Uns bleiben 5 Tage und jetzt ungefähr noch 3 Stunden um eine Idee für das zweite interne Meeting zu entwickeln.

15.30 Uhr, UNISON-Haus: Rauchende Köpfe, jede Menge Süßigkeiten und Kaffee --- das Meeting hat gerade begonnen und schon eine angeregte Diskusion über das perfekte Format hervorgerufen. Der Tisch ist nicht wiederzuerkennen... Der Tisch? Welcher Tisch? Unter den ganzen Scribbles, Layoutentwürfen, Recherchen und Ausdrucken verschwindet er fast völlig...
Nun, nach heftigem Wortwechsel haben wir uns entschieden: "12,5 cm x 26,5 cm" das sind die magischen Zahlen, die jetzt durch den Raum gehen. Die erste Entscheidung ist getroffen - zwar ist das Format jetzt nur jeweils 0,5 cm größer als vorher schon einmal festgelegt, aber jetzt sind wir uns wenigstens alle einig: DAS ist es. Bleiben nur noch die Gesamtgestaltung, Inhalt, Bilderwahl, Material und Extras als Tagesordnungspunkte übrig...
owei... das wird ein langer Tag :(

17.30 Uhr, UNISON-Haus: Es wird langsam ruhig im Büro. Alle sind weg. Wirklich alle? Nein, eine kleine Gruppe tapferer kreativer Köpfe hält die Stellung. Inzwischen haben der Kaffee und die Schokolade ihr Werk getan. Die Stimmung steigt. Manch einer denkt schon über eine Karriere als Entertainer nach, falls das hier nicht klappen sollte... Doch es wird klappen. Die Köpfe beginnen inzwischen zu glühen, der Süßigkeitenvorrat wird kleiner und geniale Ideen geben sich gegenseitig die Klinke in die Hand. Mit einem Wort: LÄUFT! :)


("Dis ist doch das Cover".. Steht doch drauf: "DISCOVER" :) - DANKE, Franka)

18.00 Uhr, immernoch UNISON-Haus: Das Chaos wächst stetig mit den Ideen und noch keine Spur von Müdigkeit. Der Süßigkeitenvorrat schrumpft weiter, die Laune steigt. WIR KOMMEN VORAN. Ein kleiner Satz in typischer Franka-Manier lässt dann kein Auge mehr trocken: "Dis ist doch das Cover --- Steht doch drauf: DISCOVER". GENIAL..

18.30 Uhr, UNISON-Haus: Jetzt ist eh alles zu spät. Ob es am Sauertoffmangel oder Zucker-Überschuss liegt - keine Ahnung. Zumindest werden wir alle ein wenig albern. jetzt ist es soweit. Wir sind verrückt geworden, das reicht von einer gesummten JEOPARDY-Melodie über die pantomimische Darstellung von Schnecken-Fühlern bis hin zu völlig komischen Aktionen mit Wackelbildern. Eins zeigt uns das: Nach einigen Stunden Dauer-Meeting sind wir reif für eine Pause...
(Ja, ein bisschen hat es uns geschadet)

18.45 Uhr, UNISON-Haus: Ein Ende in Sicht!!!!!
Juhuuuu... Jetzt haben wir alles inhaltliche geklärt, schnell noch die Arbeitsaufteilung festlegen und dann geht es ab nach Hause. UND WER MACHT JETZT DAS CHAOS WEG???

Ein Glück schaffen viele Hände ein schnelles Ende. Und so endet dieser kreative Arbeitstag im UNISON-Haus, aber: WIR HABEN EINE LÖSUNG gefunden :) Danke!